Zeckenschutz für Hunde: Was wirklich schützt – und was Sie zusätzlich tun können
Zeckenschutz beim Hund ist ein wichtiges Thema für alle Tierhalter, denn Zecken können gefährliche Krankheiten wie Borreliose oder Anaplasmose übertragen. Besonders in den wärmeren Monaten, wenn die Zeckensaison in der Schweiz aktiv ist, ist ein konsequenter Schutz entscheidend – unabhängig davon, ob Sie in der Stadt oder in einem bekannten Zecken-Risikogebiet wohnen.
Die wirksamsten Zeckenmittel für Hunde sind verschreibungspflichtig und ausschliesslich beim Tierarzt erhältlich.
Diese Präparate bieten den sichersten Schutz gegen Zeckenbisse und sollten vor allem in Hochrisikogebieten die erste Wahl sein. Wenn Sie unsicher sind, welches Zeckenmittel für Ihren Hund geeignet ist, empfehlen wir eine Rücksprache mit Ihrer Tierarztpraxis.
Was rezeptfreie Zeckenschutzmittel leisten können
Ergänzend zur tierärztlichen Behandlung gibt es natürliche Zeckenschutzmittel, die Sie rezeptfrei anwenden können. Diese Produkte basieren auf pflanzlichen oder geruchsaktiven Wirkstoffen und helfen, Zecken abzuwehren oder die Hautbarriere zu stärken.
Dazu gehören:
- Spot-on Zeckenschutzmittel mit natürlichen Inhaltsstoffen (z. B. Margosa, Geraniol)
- Zeckenhalsbänder oder Sprays mit repellierender Wirkung
- Leckerli und Nahrungsergänzung, die auf natürliche Weise zur Zeckenabwehr beim Hund beitragen (z. B. mit Bierhefe oder Kokosöl)
Solche Mittel können – je nach Bedarf – unterstützend zur Vorbeugung eingesetzt werden. Wichtig ist, sie frühzeitig in der Zeckensaison anzuwenden und die Anwendung regelmässig zu erneuern. Werden nur rezeptfreie Mittel angewendet, muss der Hund trotzdem nach jedem Spaziergang auf Zecken abgesucht werden.
Information & Anleitung durch unsere Tierärzte
Wie Sie eine Zecke richtig entfernen, ein Spot-on richtig anwenden oder ein Zeckenhalsband korrekt anlegen, zeigen wir Ihnen in kurzen Videos mit unserer Tierärztin.
Ausserdem finden Sie hilfreiche Tipps und Links zur interaktiven Zeckengebietskarte der Schweiz.
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Mit einem einfachen Trick lassen sich Zecken mit einem iPhone leicht erkennen:
Einstellungen für iOS-Nutzer:
- Öffnen Sie die App „Lupe“.
- Tippen Sie auf das Einstellungs-Symbol (Zahnrad).
- Fügen Sie das Steuerelement „Filter“ zu den primären Steuerelementen hinzu.
- Bestätigen Sie mit „Fertig“ (Häkchen).
- Auf dem Bildschirm erscheint nun ein Symbol mit drei Kreisen – darüber können Sie verschiedene Filter auswählen.
- Wählen Sie den Filter „Invertiert“.
Bewegen Sie anschliessend die Kamera mit aktiviertem Filter über das Fell. Kleine Parasiten werden durch den erhöhten Farbkontrast deutlich hervorgehoben und sind so schneller und einfacher zu erkennen.

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Wenn Sie bei Ihrem Hund eine Zecke entdecken, zählt jede Minute. Zecken können gefährliche Krankheiten wie Borreliose oder Anaplasmose übertragen - je länger sie saugen, desto höher das Risiko. Entfernen Sie die Zecke möglichst sofort, ohne sie zu quetschen. Verwenden Sie eine spezielle Zeckenpinzette oder Zeckenkarte, desinfizieren Sie die Bissstelle und beobachten Sie Ihren Hund in den nächsten Tagen auf Symptome wie Fieber, Müdigkeit oder Lahmheit.
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Eine Zecke sollte möglichst hautnah, ohne Drehen oder Quetschen entfernt werden – am besten mit einem speziellen Zeckenhaken oder einer Zeckenpinzette. Greifen Sie die Zecke nah an der Haut, ziehen Sie sie langsam und gerade heraus. Keine Öle oder Hausmittel verwenden! Diese können dazu führen, dass die Zecke ihre Erreger in die Haut abgibt.
In diesem Video zeigt Ihnen unsere Tierärztin, Dr. med. vet. Bianca Michoud-Valente, worauf Sie beim Entfernen einer Zecke achten müssen.
Im Video ist die Zecke eine 'Schauspielerin', die sich nicht wirklich am Hund festgesaugt hat.
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Zeckenhalsbänder werden locker, aber sicher um den Hals des Hundes gelegt – zwischen Halsband und Haut sollten zwei Finger Platz haben. Überschüssiges Band wird abgeschnitten. Achten Sie darauf, dass das Band nicht zu eng sitzt, aber auch nicht baumelt – nur so entfalten sich die repellierenden Wirkstoffe gleichmässig über das Fell.
In diesem Video zeigt Ihnen unsere Tierärztin, Dr. med. vet. Bianca Michoud-Valente, wie Sie Ihrem Hund ein Anti-Parasitenhalsband korrekt anlegen.
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Ein Spot-on Präparat wird direkt auf die Haut im Nacken oder zwischen den Schulterblättern Ihres Hundes aufgetragen – dort, wo er es nicht ablecken kann. Die Wirkung beginnt meist innerhalb weniger Stunden und hält je nach Produkt 3–4 Wochen. Die Anwendung regelmässig wiederholen, vor allem während der gesamten Zeckensaison in der Schweiz (Frühling bis Herbst).
In diesem Video erklärt Ihnen unsere Tierärztin, Dr. med. vet. Bianca Michoud-Valente, wie Sie ein Spot-on-Präparat richtig anwenden.
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Ja – bestimmte Regionen gelten als besonders zeckenreich oder sogar FSME-Risikogebiete.
Auf der offiziellen BAG-Karte der Schweiz können Sie sich aktuell informieren, ob Ihre Region betroffen ist:
Quelle: Bundesamt für Gesundheit BAG
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Vögel nutzen Hundehaare gerne als weiches Nistmaterial. Sie enthalten aber oft Rückstände von Insektiziden aus Spot-ons oder Zeckenhalsbändern, die für Jungvögel giftig sein können. Ausserdem können über Tierhaare Parasiten ins Nest gelangen. Hundehaare eignen sich grundsätzlich nicht als Nistmaterial, da die Gefahr besteht, dass Nestlinge sich mit Beinchen oder Flügeln in den Haaren verheddern und dies zum Absterben der verwickelten Extremitäten kommen kann.
Zum Schutz der heimischen Vogelwelt, sollten ausgekämmte Hundehaare nicht im Wald oder auf der Wiese liegen bleiben, sondern im Hausmüll entsorgt werden.
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