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Achtung Giftpflanzen!

Jetzt grünt und blüht es wieder in unseren Gärten und vieles, was da wächst, ist potentiell gefährlich für unsere vierbeinigen Hausgenossen. Deshalb geben wir hier ein paar Tipps für den Umgang mit Pflanzen im Tierhaushalt.

Was ist giftig?
Die Liste der giftigen Garten- und Zierpflanzen ist lang. Nicht nur Maiglöckchen, Engelstrompete und Herbstzeitlose gehören zu den Giftpflanzen, sondern auch Tulpen, Lilien, Buchs und Efeu können zu Vergiftungen führen. Einen umfangreichen Überblick über viele Pflanzen und deren Giftigkeit für Tiere finden Sie auf den CliniTox-Seiten des Instituts für Veterinärpharmakologie und -toxikologie der Uni Zürich (www.giftpflanzen.ch).

Wer ist besonders gefährdet?
Grundsätzlich fressen Hunde und Katzen selten grössere Mengen an giftigen Pflanzen. Gefährdet sind vor allem junge Hunde, die ihren Besitzern gern bei der Gartenarbeit «helfen» und dabei giftige Pflanzen beknabbern oder Blumenzwiebeln ausgraben und fressen. Bei den Katzen sind es vor allem Wohnungskatzen, die beim Spiel mit Zimmerpflanzen oder Blumensträussen mit Pflanzengiften in Berührung kommen.

Wie vorbeugen?
Zimmer- und Balkonpflanzen, aber auch Blumensträusse müssen ausser Reichweite von Hunden und Katzen aufgestellt werden. Oft wird empfohlen, auf Giftpflanzen im Garten ganz zu verzichten, was angesichts der langen Liste der giftigen Pflanzen allerdings schwierig ist! Auf jeden Fall sollten Sie Ihren jungen Hund nicht unbeaufsichtigt in einem Garten mit Giftpflanzen spielen lassen. Können Sie ihn nicht immer im Auge behalten, so stellen Sie ein sicheres Welpengehege auf, das ihm den Zugang zu den Giftpflanzen verunmöglicht.

Was tun, wenn das Tier Pflanzen gefressen hat?

  • Wenn Sie Ihr Tier auf frischer Tat ertappen, nehmen Sie ihm sofort alle Pflanzenteile weg und bewahren Sie sie auf. Falls Vergiftungserscheinungen auftreten, können Blätter, Blüten und Stängel zur Identifizierung der Pflanze nützlich sein.
  • Sind Sie unsicher, ob die aufgenommene Pflanze giftig ist, kontaktieren Sie Ihren Tierarzt oder konsultieren Sie die CliniTox-Seiten im Internet (www.giftpflanzen.ch).
  • Hat Ihr Tier eine Giftpflanze gefressen oder treten Vergiftungssymptome wie Würgen, Speicheln, Erbrechen oder Durchfall auf, muss es sofort in eine tierärztliche Praxis gebracht werden. Treten Krämpfe, Bewegungsstörungen, Atemnot oder Teilnahmslosigkeit auf, handelt es sich um einen absoluten Notfall!
  • Bleiben Sie selbst möglichst ruhig, damit Sie Ihr Tier nicht noch zusätzlich stressen und nehmen Sie die angefressenen Pflanzenteile mit in die Praxis.
  • Versuchen Sie nicht, Ihr Tier zum Erbrechen zu bringen und flössen Sie ihm auch keine Milch, kein Eiweiss und keine pflanzlichen Öle ein.

Im Notfall:

  • Kontaktieren Sie immer zuerst Ihren Tierarzt oder den örtlichen Notfalldienst!
  • Nützliche Informationen erhalten Sie auch unter der Notfallnummer der Tox-Info-Suisse: 145

 

Wissenswertes auf einen Blick

Welche Pflanzen sind für Haustiere giftig?
Viele Garten- und Zierpflanzen sind giftig für Haustiere. Dazu gehören Maiglöckchen, Engelstrompete, Herbstzeitlose, Tulpen, Lilien, Buchs und Efeu. Eine umfassende Liste finden Sie auf den CliniTox-Seiten des Instituts für Veterinärpharmakologie und -toxikologie der Uni Zürich.
Welche Haustiere sind besonders gefährdet?
Junge Hunde, die gerne im Garten spielen und dabei Pflanzen beknabbern, sind besonders gefährdet. Bei Katzen sind es vor allem Wohnungskatzen, die mit Zimmerpflanzen oder Blumensträussen in Kontakt kommen.
Wie kann ich verhindern, dass mein Haustier giftige Pflanzen frisst?
Stellen Sie Zimmer- und Balkonpflanzen sowie Blumensträusse ausser Reichweite von Hunden und Katzen. Lassen Sie junge Hunde nicht unbeaufsichtigt in Gärten mit Giftpflanzen spielen. Ein sicheres Welpengehege kann helfen, den Zugang zu gefährlichen Pflanzen zu verhindern.
Was soll ich tun, wenn mein Haustier eine giftige Pflanze gefressen hat?
Nehmen Sie Ihrem Tier sofort alle Pflanzenteile weg und bewahren Sie diese zur Identifizierung auf. Bei Vergiftungserscheinungen wie Würgen, Speicheln, Erbrechen oder Durchfall bringen Sie Ihr Tier umgehend zu einer Tierärztin oder einem Tierarzt. Bei schweren Symptomen wie Krämpfen oder Atemnot handelt es sich um einen Notfall.
Welche Notfallmassnahmen sollte ich ergreifen, wenn mein Haustier vergiftet ist?
Kontaktieren Sie sofort Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt oder den örtlichen Notfalldienst. Versuchen Sie nicht, Ihr Tier zum Erbrechen zu bringen, und geben Sie ihm keine Milch, Eiweiss oder pflanzliche Öle. Bleiben Sie ruhig, um Ihr Tier nicht zusätzlich zu stressen, und nehmen Sie die angefressenen Pflanzenteile mit in die Praxis.

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